Tendenzen und Entwicklungen der neueren evangelischen Theologie. Von Kants Kritizismus zu den Theologien der jüngeren Vergangenheit

Was macht eine ‚gute‘, ‚solide‘ und ‚wissenschaftliche‘ Theologie aus? Eine wichtige Frage angesichts der Herausforderungen an Theologie und Kirche, wie sie die Gegenwart stellt. Spätmoderne Kirchlichkeit – und somit auch ‚ihre‘ Theologie – sind gezwungen, in einem ständigen Reflexionsakt bei sich selbst zu bleiben. „Gute Theologie“, so schrieb der ehemalige Ratsvorsitzende der EKD Wolfgang Huber 2004, „verbindet das bleibend Wichtige mit dem jetzt Dringlichen“. Dieses Lektüreseminar hat sich genau diese Ambivalenz des theologischen Denkens und Forschens zu Eigen gemacht: Das bleibend Wichtige zu finden heißt, Ausschau zu halten nach dem, was Theologie trug und trägt. Das jetzt Dringliche zu verstehen bedeutet, mit theologisch geschärftem Blick in Gegenwart und Zukunft zu gehen. Geschärft wird dieser Blick im Rahmen des Seminars an ‚Klassikern‘ der evangelischen Theologie der Neuzeit von Schleiermacher bis Jüngel. Dabei werden zentrale Texte der Theologen gemeinsam diskutiert und anhand von Sekundärliteratur historisch und theologisch verortet. Ziel ist ein grundlegender Überblick, so dass am Ende die Theologie selbst das bleibend Wichtige und das jetzt Dringliche sein möge.

 

 


Termin: mittwochs, 16 – 18 Uhr (wöchentlich) ab 18. Oktober 2017
Ort: Studienhaus Marburg

Leitung: WM Stefan Michels

 

 

 

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