Kirchengesetz über die Erste Theologische Prüfung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck vom 29. März 2014

 

 

 

§ 1 Allgemeines

 

(1) Dieses Kirchengesetz regelt die Erste Theologische Prüfung, die von der Evangelischen
Kirche von Kurhessen-Waldeck nach Maßgabe der vom Rat der Evangelischen Kirche in
Deutschland (EKD) erlassenen Rahmenordnung für die Erste Theologische Prüfung / die
Prüfung zum Magister Theologiae in Evangelischer Theologie vom 3. Dezember 2010
(ABL. EKD 2011 S. 37) durchgeführt wird.

 

(2) Die Erste Theologische Prüfung wird nach Maßgabe dieser Ordnung in Kooperation mit
den Evangelisch-Theologischen Fakultäten in Deutschland durchgeführt.

 

(3) Dieses Kirchengesetz setzt sowohl die Rahmenordnung für die Zwischenprüfung im
Studiengang „Evangelische Theologiae“ (Erste Theologische Prüfung/Magister Theologiae)

vom 3. Dezember 2010 (ABL. EKD 2011 S. 33) als auch die Übersicht über die
Gegenstände des Studiums der Evangelischen Theologie und die Voraussetzungen und
Gegenstände der theologischen Prüfungen vom 22./23. März 2012 (ABL. EKD 2012 S. 359)
voraus.

 

 

§ 2 Ziel der Ersten Theologischen Prüfung

 

(1) Die Erste Theologische Prüfung schließt das Theologiestudium ab und ist zugleich eine
Voraussetzung für die Aufnahme in den kirchlichen Ausbildungsdienst.

 

(2) Sie wird als zusammenhängende Abschlussprüfung des Studiums durchgeführt.

 

(3) In der Prüfung wird festgestellt, ob die Kandidatin oder der Kandidat während des
Studiums die Fähigkeit entwickelt hat, selbstständig theologisch zu arbeiten und ob sie oder
er die hierzu nötigen Kenntnisse in den einzelnen Prüfungsfächern erworben hat.

 

(4) In der Ersten Theologischen Prüfung kommen Grundwissen und Schwerpunktwissen zur
Geltung. Grundwissen ist die Kenntnis von grundlegenden Sachverhalten und
Zusammenhängen der einzelnen Prüfungsfächer als Voraussetzung für eine vertiefende
theologische Arbeit. Schwerpunktwissen umfasst Kenntnisse, die im Studium
wissenschaftlich vertieft wurden und ein differenziertes selbstständiges Urteil über
Schwerpunkte der einzelnen Prüfungsfächer ermöglichen.

 

 

§ 3 Regelstudienzeit

 

(1) Die Regelstudienzeit für den Studiengang Evangelische Theologie mit dem Abschluss
Erste Theologische Prüfung beträgt 10 Semester. Dies basiert auf der für das Studium der
Evangelischen Theologie erforderlichen Studienzeit von vier Semestern im Grundstudium,
vier Semestern im Hauptstudium und zwei Semestern in der Integrationsphase. Dazu treten
bis zu zwei Semester für den Erwerb der vorgeschriebenen Sprachprüfungen.

 

(2) Die Prüfung kann vor Ende der Regelstudienzeit abgelegt werden, wenn die erforder-
lichen Zulassungsvoraussetzungen (§ 4) nachgewiesen sind.

 


 

§ 4 Meldung und Zulassung zur Prüfung

 

(1) Die Erste Theologische Prüfung findet in der Regel zweimal im Jahr statt. Die
Meldetermine werden im Amtsblatt der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und
auf andere geeignete Weise bekannt gegeben.

 

(2) Der Antrag auf Zulassung zur Ersten Theologischen Prüfung ist schriftlich unter
Benutzung der vom Prüfungsamt herausgegebenen Formblätter an das Prüfungsamt zu
richten. Dem Antrag sind beizufügen:

 

1. Geburtsurkunde,


 

2. Tauf- und Konfirmationsschein,


 

3. Bescheinigung über die Mitgliedschaft in einer Gliedkirche der Evangelischen Kirche
in Deutschland,


 

4. Aktueller Lebenslauf mit Schwerpunkt auf der Studienzeit,


 

5. Lichtbild neueren Datums,


 

6. Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife oder einer als gleichwertig anerkannten
Hochschulzugangsberechtigung,
7. Nachweis über eine bestandene Zwischenprüfung im Studiengang Evangelische
Theologie (Erste Theologische Prüfung / Magister Theologiae) an einer Evangelisch-
Theologischen Fakultät oder an den Kirchlichen Hochschulen Wuppertal-Bethel und
Neuendettelsau entsprechend der EKD-Rahmenordnung für die Zwischenprüfung im
Studiengang Evangelische Theologie (Erste Theologische Prüfung / Magister
Theologiae) vom 1./2. Dezember 2010 in dem folgende Prüfungsleistungen erbracht
werden:


a) der Nachweis über die erfolgreich bestandenen Sprachprüfungen (Latinum,
Graecum, Hebraicum),
b) der Nachweis der erfolgreich bestandenen Pflichtmodule des Grundstudiums
(Basismodule) in den Fächern: Altes Testament, Neues Testament,
Kirchengeschichte (Historische Theologie), Systematische Theologie
(Dogmatik/Ethik), Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie, Praktische
Theologie,
c) der Nachweis der bestandenen Bibelkundeprüfung.

 

8. Nachweis über den Eintritt in die Integrationsphase und die bestandenen
Pflichtmodule des Hauptstudiums (120 Leistungspunkte) nach den Vorgaben der
jeweiligen Fakultäten, mindestens in den Fächern:
a) Altes Testament,
b) Neues Testament,
c) Kirchengeschichte (Historische Theologie),
d) Systematische Theologie (Dogmatik / Ethik),
e) Praktische Theologie.


 

9. Nachweise über folgende Leistungen aus dem Studium, die mit mindestens
„ausreichend“ bewertet worden sind:
a) drei Seminararbeiten aus dem Hauptstudium aus drei der Fächer Altes
Testament, Neues Testament, Kirchengeschichte und Systematische Theologie
sowie eine (Pro-) Seminararbeit aus dem Grundstudium aus dem vierten Fach,
b) eine Predigtarbeit und ein Unterrichtsentwurf im Fach Praktische Theologie,

 

c) eine Prüfung im Fach Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie,
d) eine Prüfung in Philosophie, insofern diese nicht als Zulassungsvoraussetzung
zur Zwischenprüfung bereits abgelegt worden ist.


 

10. Nachweis über die Teilnahme an einem vom Prüfungsamt anerkannten
Gemeindepraktikum.


 

11. Angabe des Faches, in dem die Wissenschaftliche Hausarbeit geschrieben werden
soll, sowie der Vorschlag hinsichtlich der Erstgutachterin oder des Erstgutachters (§ 7
Absatz 4).


 

12. Angaben zu den Spezialgebieten für die mündlichen Prüfungen (§ 9 Absatz 4), sowie
für jedes mündliche Prüfungsfach ein Verzeichnis über die belegten Vorlesungen und
Seminare (Studienbericht). Die Spezialgebiete dürfen sich inhaltlich weder
untereinander noch mit dem Thema der Wissenschaftlichen Hausarbeit
überschneiden.


 

13. Erklärung, ob die Kandidatin oder der Kandidat im Studiengang Evangelische
Theologie bereits eine Prüfung nicht bestanden hat oder sich in einem solchen
Prüfungsverfahren befindet.


 

14. Gegebenenfalls Mitteilung, ob an der Evangelisch-Theologischen Fakultät erbrachte
schriftliche Prüfungsleistungen nach § 6 Absatz 2 anerkannt werden sollen.


 

(3) Die Nachweise zu Absatz 2 Nrn. 1,2 und 6 bis 10 sind durch beglaubigte Kopien zu
erbringen. Unterlagen, die dem Prüfungsamt vorliegen, müssen nicht erneut eingereicht
werden.

 

(4) Über die Zulassung entscheidet das Prüfungsamt nach Prüfung der vorgelegten
Unterlagen.

Die Zulassung darf nur abgelehnt werden, wenn

 

1. die in Absatz 2 genannten Voraussetzungen nicht erfüllt sind, oder

 

2. die Unterlagen unvollständig sind, oder

 

3. die Kandidatin oder der Kandidat die Erste Theologische Prüfung/die Prüfung zum
Magister Theologiae in demselben oder einem nach Maßgabe des Landesrechts
verwandten Studiengang endgültig nicht bestanden hat, oder

 

4. die Kandidatin oder der Kandidat sich in demselben oder in einem vergleichbaren
Prüfungsverfahren befindet.

 

Das Prüfungsamt teilt der Kandidatin oder dem Kandidaten in einer angemessenen Frist die
Zulassung zur Ersten Theologischen Prüfung mit. Mit dem Bescheid über die Zulassung wird
der Kandidatin oder dem Kandidaten auch die voraussichtliche Zusammensetzung der
Prüfungskommission mitgeteilt.

 

 

§ 5 Prüfungsamt, Prüfungskommission

 

(1) Die Durchführung der Ersten Theologischen Prüfung liegt in der Verantwortung des
Prüfungsamtes für die Erste Theologische Prüfung.

 

(2) Die Mitglieder des Prüfungsamtes für die Erste Theologische Prüfung werden von der
Bischöfin oder dem Bischof berufen, und zwar insbesondere


1. Professorinnen und Professoren sowie habilitierte theologische Lehrerinnen und
Lehrer der Evangelisch-Theologischen Fakultäten und Kirchlichen Hochschulen
(Fachvertreterinnen und -vertreter),

2. Mitglieder des Landeskirchenamtes.

 

(3) Den Vorsitz im Prüfungsamt führt die Bischöfin oder der Bischof. Mit der Vertretung kann
sie oder er ein anderes Mitglied des Prüfungsamtes beauftragen.

 

(4) Für das Prüfungsamt wird beim Landeskirchenamt eine Geschäftsstelle gebildet.

 

(5) Die Prüfungen werden von Prüfungskommissionen abgenommen, die nach Bedarf aus
den Mitgliedern des Prüfungsamtes gebildet werden.

 

(6) Eine Prüfungskommission besteht aus der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsamtes
als Vorsitzender oder Vorsitzendem und mindestens sechs weiteren Mitgliedern. Die Zahl
der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer beträgt in der Regel die Hälfte der Mitglieder
ausschließlich der oder des Vorsitzenden.

 

(7) Die oder der Vorsitzende des Prüfungsamtes beruft jeweils für die Dauer von zwei Jahren
Beisitzer für die mündliche Prüfung. Jeder Prüfungskommission wird eine Beisitzerin oder ein
Beisitzer mit beratender Stimme zugeordnet. Die Beisitzerin oder der Beisitzer muss im
pfarramtlichen Dienst der Landeskirche stehen. Für jede Beisitzerin oder jeden Beisitzer
werden eine erste Stellvertreterin oder ein erster Stellvertreter und eine zweite Stell-
vertreterin oder ein zweiter Stellvertreter bestimmt, die oder der im Verhinderungsfalle
eintreten. Der Landeskonvent der Theologiestudierenden der Evangelischen Kirche von
Kurhessen-Waldeck kann Personen zur Berufung vorschlagen.

 

(8) Die Sitzungen der Prüfungskommission sind nicht öffentlich.

 

(9) Beschlüsse der Prüfungskommission werden mit einfacher Mehrheit der Stimmen
gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet die oder der Vorsitzende.

 

 

§ 6 Umfang und Bestandteile der Prüfung

 

(1) Die Erste Theologische Prüfung besteht aus

1. der Wissenschaftlichen Hausarbeit (§ 7),
2. den Klausuren (§ 8),
3. den mündlichen Prüfungen (§ 9).


 

(2) Schriftliche Prüfungsleistungen im Sinn des Absatzes 1 Nrn. 1 und 2, die an einer
Evangelisch-Theologischen Fakultät im Bereich der EKD oder an den Kirchlichen
Hochschulen Wuppertal-Bethel und Neuendettelsau abgelegt wurden, werden vom
Prüfungsamt anerkannt, wenn die an dieser Fakultät oder Kirchlichen Hochschule im
Rahmen der Integrationsphase zu erbringenden schriftlichen Leistungen den Anforderungen
der Rahmenordnung der EKD für den Studiengang Evangelische Theologie
(Pfarramt/Diplom/Magister Theologiae) in der jeweils geltenden Fassung entsprechen.

 

(3) In begründeten Fällen können auf Antrag gleichwertige Prüfungsleistungen, die in
anderen Studiengängen erworben worden sind, vom Prüfungsamt anerkannt werden.

 

 

§ 7 Wissenschaftliche Hausarbeit

 


(1) Die Wissenschaftliche Hausarbeit soll zeigen, dass die Kandidatin oder der Kandidat in
der Lage ist, innerhalb einer Frist von zwölf Wochen eine Fragestellung selbstständig nach
wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten.

 

(2) Die Wissenschaftliche Hausarbeit kann in jedem der fünf Hauptfächer geschrieben
werden (Altes Testament, Neues Testament, Systematische Theologie, Kirchengeschichte,
Praktische Theologie). Wird sie in einem Spezialfach bzw. in einem besonderen
Themengebiet geschrieben, so ist darauf zu achten, dass ein theologisches Thema
behandelt wird und es ist zu entscheiden, welchem der Hauptfächer das Spezialfach bzw.
das Themengebiet zuzuordnen ist.

 

(3) Der Gesamtumfang der Arbeit soll einschließlich der Anmerkungen 40 bis 60 Seiten (60
Anschläge pro Zeile, 40 Zeilen pro Seite; 40 Seiten entsprechen 96.000 Zeichen, 60 Seiten
entsprechen 144.000 Zeichen; jeweils incl. Leerzeichen) betragen.

 

(4) Die Ausgabe des Themas der Wissenschaftlichen Hausarbeit und die Festlegung der
Termine für Bearbeitungsbeginn und Abgabe erfolgt durch das Prüfungsamt. Die Kandidatin
oder der Kandidat schlägt ein Themengebiet sowie ein habilitiertes Mitglied einer deutschen
Evangelisch Theologischen Fakultät als Erstgutachterin oder Erstgutachter vor. Die
Erstgutachterin oder der Erstgutachter schlägt nach einem Gespräch mit der Kandidatin oder
dem Kandidaten dem Prüfungsamt ein Thema vor. Thema und Aufgabenstellung der
Arbeiten sind so zu begrenzen, dass die Frist zur Bearbeitung eingehalten werden kann.

 

(5) Die Wissenschaftliche Hausarbeit ist in drei Exemplaren fristgemäß beim Prüfungsamt
einzureichen (es gilt der Poststempel); der Abgabezeitpunkt ist aktenkundig zu machen. Bei
nicht-fristgemäßer Abgabe wird die Arbeit mit 0 Punkten (nicht ausreichend) bewertet.

 

(6) Bei der Abgabe hat die Kandidatin oder der Kandidat schriftlich zu versichern, dass sie
oder er die Arbeit selbst verfasst und keine anderen als die angegebenen Quellen und
Hilfsmittel verwendet hat.

 

(7) Bei Vorliegen schwerwiegender Gründe, die die Kandidatin oder der Kandidat nicht zu
vertreten hat, kann das Prüfungsamt auf schriftlichen Antrag die laufende Bearbeitungszeit
verlängern. Bei Erkrankung ist unverzüglich ein ärztliches Zeugnis, auf Verlangen ein
amtsärztliches Zeugnis, vorzulegen. Wird die Arbeit aus Gründen, die die Kandidatin oder
der Kandidat nicht zu vertreten hat, nicht fristgerecht abgegeben, gilt die Prüfungsleistung als
nicht unternommen.

 

(8) Die Arbeit wird von zwei habilitierten Hochschullehrerinnen oder Hochschullehrern
begutachtet und mit einer Punktzahl bewertet. Die Hochschullehrerin oder der
Hochschullehrer, mit der oder dem das Thema vereinbart worden ist, ist zugleich die
Erstgutachterin oder der Erstgutachter. Die Zweitgutachterin oder der Zweigutachter wird
vom Prüfungsamt bestimmt. Differiert die Punktzahl zwischen Erst- und Zweitgutachten um
nicht mehr als drei Punkte, bildet der Mittelwert aus beiden Beurteilungen die Note. Bei
einem größeren Abstand entscheidet die oder der Vorsitzende der Prüfungskommission im
Rahmen der abweichenden Bewertungen über die Note. Sie oder er kann weitere Voten
einholen.

 

(9) Wird die Wissenschaftliche Hausarbeit nicht mindestens mit 5 Punkten (ausreichend)
bewertet, so muss sie wiederholt werden. Die Wiederholung ist einmal möglich.

(10) Die oder der Vorsitzende der Prüfungskommission kann eine Dissertation oder eine
Magisterarbeit, die von einer Evangelisch-Theologischen Fakultät oder einer Kirchlichen
Hochschule angenommen worden ist, auf Antrag der Kandidatin oder des Kandidaten als
Wissenschaftliche Hausarbeit anerkennen. Die Beurteilung wird in die Gesamtnote nicht
aufgenommen.

 


 

§ 8 Klausuren

 

(1) In den Klausuren soll die Kandidatin oder der Kandidat nachweisen, dass sie oder er auf
der Basis des notwendigen theologischen Grundwissens in begrenzter Zeit und mit
begrenzten Hilfsmitteln mit den gängigen Methoden des jeweiligen Faches Themen
bearbeiten kann.

 

(2) Die Klausuren werden unter einer Kennziffer abgefasst, so dass bei ihrer Bewertung die
Anonymität der Kandidatin oder des Kandidaten gewahrt bleiben kann.

 

(3) In den Klausurfächern Altes Testament, Neues Testament, Kirchengeschichte,
Systematische Theologie (Dogmatik/Ethik), Praktische Theologie sind insgesamt drei
Klausuren zu schreiben, mindestens eine der Klausuren muss in einem exegetischen Fach
geschrieben werden. Es entfällt für die Klausurbearbeitung das Fach der Wissenschaftlichen
Hausarbeit.

 

(4) In den einzelnen Fächern werden den Kandidatinnen oder den Kandidaten jeweils drei
Themen zur Auswahl gestellt. Im Prüfungsfach Systematische Theologie werden drei
Themen zur Auswahl gestellt, von denen eines ein ethisches Thema ist.

 

(5) Zur Klausur in den Prüfungsfächern Altes Testament und Neues Testament gehört die
Übersetzung eines hebräischen Textes aus dem Alten Testament bzw. eines griechischen
Textes aus dem Neuen Testament, der in inhaltlichem Zusammenhang mit dem gestellten
Thema steht. Die Übersetzungsleistung geht zu 20% in die Note der exegetischen Fächer
ein.

 

(6) Für die Bearbeitung des Themas stehen vier Stunden zur Verfügung. In den Klausuren
sind Hilfsmittel zugelassen. Folgende Hilfsmittel werden gestellt:

1. im Alten Testament: Biblia Hebraica, Wörterbuch, hebräische Konkordanz,

2. im Neuen Testament: Novum Testamentum Graece, Synopse, Wörterbuch, griechische
Konkordanz,

3. in Kirchengeschichte, Systematischer Theologie und Praktischer Theologie: jeweils
deutsche Bibel und Gesangbuch.

 (7) Die Klausuren werden von zwei habilitierten Hochschullehrerinnen oder
Hochschullehrern begutachtet und bewertet. Differiert die Punktzahl zwischen Erst- und
Zweitgutachten um nicht mehr als drei Punkte, bildet der Mittelwert aus beiden Beurteilungen
die Note. Bei einem größeren Abstand entscheidet die oder der Vorsitzende der
Prüfungskommission im Rahmen der abweichenden Bewertungen. Er oder sie kann weitere
Voten einholen.

 

 

 

 

§ 9 Mündliche Prüfungen

 

(1) Die mündlichen Prüfungen werden abgelegt in den Fächern:


1. Altes Testament,
2. Neues Testament,
3. Kirchengeschichte (Historische Theologie),


4. Systematische Theologie (Dogmatik/Ethik),
5. Praktische Theologie.

 

(2) In den mündlichen Prüfungen sollen die Kandidatinnen und Kandidaten nachweisen,
dass sie über ein dem Studienziel entsprechendes Grundwissen verfügen, die
Zusammenhänge des Prüfungsgebiets erkennen und ein von ihnen gewähltes Spezialgebiet
mit seinen Fragestellungen in diese Zusammenhänge einordnen können.

 

(3) Die Prüfungszeit beträgt in der Regel 25 Minuten je Fach, in Systematischer Theologie
(Dogmatik und Ethik) in der Regel 35 Minuten.

 

(4) Für jedes mündliche Prüfungsfach gibt die Kandidatin oder der Kandidat in Absprache mit
der Fachprüferin oder dem Fachprüfer ein Spezialgebiet sowie wissenschaftliche Literatur
als Prüfungsgrundlage an (vgl. § 4 Absatz 2, Nr. 12). Die Absprachen sind für die Prüfung
verbindlich.

 

(5) In jedem Prüfungsfach bilden Prüferin oder Prüfer und Protokollführerin oder
Protokollführer eine Prüfungsgruppe. Prüferin oder Prüfer ist nur die Fachvertreterin oder der
Fachvertreter. Die Protokollführerin oder der Protokollführer hält den Verlauf des
Prüfungsgesprächs schriftlich fest und ist bei der Bewertung einzubeziehen. Lassen sich
zwischen ihr oder ihm und Prüferin oder Prüfer Meinungsverschiedenheiten bei der
Bewertung nicht ausräumen, gibt die Stimme der Prüferin oder des Prüfers den Ausschlag.

 

(6) Die mündlichen Prüfungen sind nicht öffentlich. Mit Zustimmung der Kandidatin oder des
Kandidaten können jedoch nach schriftlicher Anmeldung in begrenzter Zahl Studierende der
Theologie als Zuhörerinnen oder Zuhörer teilnehmen, die beabsichtigen, sich zur nächsten
Ersten Theologischen Prüfung zu melden.

 

 

§ 10 Bewertung der Ersten Theologischen Prüfung

 

(1) Die Bewertung der einzelnen Prüfungsleistungen wird von den Prüferinnen und Prüfern
festgesetzt.

 

(2) Es wird ein Bewertungssystem angewendet, das Punkte mit Noten verknüpft. Die
Prüfungsleistungen sind entsprechend der folgenden Tabelle mit 0 bis 15 Punkten zu
bewerten:

 

(a)

(b)

(c)

(d)

Punkte

Bewertung im
traditionellen
Notensystem

Note in Worten

Definition

15

14

13

0,7

1,0

1,3

sehr gut

Eine hervorragende Leistung

12

11

10

1,7

2,0

2,3

gut

Eine Leistung, die erheblich über den
durchschnittlichen Anforderungen liegt.

9

8

7

2,7

3,0

3,3

befriedigend

Eine Leistung die durchschnittlichen
Anforderungen entspricht.

6

5

3,7

4,0

ausreichend

Eine Leistung, die trotz ihrer Mängel noch
den Anforderungen genügt.

4

3

4,3

5,0

nicht ausreichend

Eine Leistung, die wegen erheblicher
Mängel den Anforderungen nicht mehr

 


2

1

0

5,3

5,7

6,0

 

genügt.

 

 

(3) Eine Prüfungsleistung, die mit 0 Punkten bewertet wurde, ist nicht ausgleichbar.

 

(4) Es wird eine Durchschnittspunktzahl ermittelt, indem die Gesamtpunktzahl durch die
Anzahl der Prüfungsleistungen geteilt wird. Dabei werden bezüglich der Wissenschaftlichen
Hausarbeit die vergebenen Punkte verdoppelt und die Anzahl der Prüfungsleistungen um
eine erhöht; im Falle des § 7 Absatz 10 wird die Wissenschaftliche Hausarbeit in der
Gesamtpunktzahl und bei der Anzahl der Prüfungsleistungen nicht berücksichtigt. Bei der
Durchschnittspunktzahl wird nur die erste Stelle hinter dem Komma berücksichtigt, alle
weiteren Stellen werden ohne Rundung gestrichen.

 

(5) Der ermittelten Durchschnittspunktzahl entsprechen folgende Dezimal- und
Gesamtnoten:

 

(a)

(b)

(c)

Durchschnitts-

punktzahl

Dezimalnote

Gesamtnote

14,9 – 15,0

14,6 – 14,8

14,3 – 14,5

0,7

0,8

0,9

ausgezeichnet

13,9 – 14,2

13,6 – 13,8

13,3 – 13,5

13,0 – 13,2

12,7 – 12,9

12,5 – 12,6

1,0

1,1

1,2

1,3

1,4

1,5

sehr gut

12,2 – 12,4

11,9 – 12,1

11,6 – 11,8

11,3 – 11,5

10,9 – 11,2

10,6 – 10,8

10,3 – 10,5

10,0 – 10,2

9,7 – 9,9

9,5 – 9,6

1,6

1,7

1,8

1,9

2,0

2,1

2,2

2,3

2,4

2,5

gut

9,2 – 9,4

8,9 – 9,1

8,6 – 8,8

8,3 – 8,5

7,9 – 8,2

7,6 – 7,8

7,3 – 7,5

7,0 – 7,2

6,7 – 6,9

6,5 – 6,6

2,6

2,7

2,8

2,9

3,0

3,1

3,2

3,3

3,4

3,5

befriedigend

6,2 – 6,4

5,9 – 6,1

5,6 – 5,8

5,3 – 5,5

5,0 – 5,2

3,6

3,7

3,8

3,9

4,0

ausreichend

 

 


 

§ 11 Bestehen und Nichtbestehen der Prüfung

 

(1) Die Erste Theologische Prüfung ist bestanden, wenn jede der folgenden
Prüfungsleistungen mit mindestens 5 Punkten (ausreichend) bewertet worden ist:


1. die Wissenschaftliche Hausarbeit,
2. die Fachnoten für die Prüfungsfächer:
a) Altes Testament,
b) Neues Testament,
c) Kirchengeschichte,
d) Systematische Theologie (Dogmatik/Ethik),
e) Praktische Theologie.

 

(2) Die Fachnote der Prüfungsfächer nach Absatz 1 Nr. 2 ergibt sich aus dem Durchschnitt
der Punkte der Klausur und der mündlichen Prüfung. In den Prüfungsfächern, in denen keine
Klausur geschrieben wird, bildet die Bewertung der mündlichen Prüfung die Fachnote.

 

(3) Die Prüfung ist nicht bestanden, wenn

 

1. die Wissenschaftliche Hausarbeit mit weniger als 5 Punkten (ausreichend) bewertet wird,
oder

 

2. die Durchschnittspunktzahl unter 5 Punkten (ausreichend) liegt, oder

 

3. die aus dem Durchschnitt von Klausur und mündlicher Prüfung errechnete Fachnote, bzw.
die Note der mündlichen Prüfung (wenn keine Klausur geschrieben wurde) in drei Fächern
nicht mindestens 5 Punkte (ausreichend) ergibt, oder

 

4. eine Prüfungsleistung mit 0 Punkten (nicht ausreichend) bewertet wird, auch wenn der
Durchschnitt aus Klausur und mündlicher Prüfung rechnerisch mindestens den Wert
„ausreichend“ (5 Punkte) ergibt (vgl. § 10 Absatz 3).

 

 

§ 12 Nachprüfung

 

(1) Beträgt die Fachnote oder die Note der mündlichen Prüfung (wenn keine Klausur
geschrieben wurde) in einem oder zwei Fächern nicht mindestens 5 Punkte (ausreichend),
so ordnet die Prüfungskommission eine Nachprüfung an.

 

(2) Die Nachprüfung (Klausur und mündliche Prüfung bzw. nur mündliche Prüfung) muss
innerhalb eines Jahres stattfinden. Liegt die Fachnote bzw. die Note der mündlichen Prüfung
auch dann nicht bei mindestens 5 Punkten (ausreichend), so ist die Gesamtprüfung nicht
bestanden.

 

 

 

 

§ 13 Rücktritt, Versäumnis

 

(1) Die Kandidatin oder der Kandidat kann aus einem triftigen Grund von der Prüfung
zurücktreten. Bei einem Rücktritt aus triftigem Grund gilt die Prüfung als nicht unternommen.

 

(2) Die für den Rücktritt geltend gemachten Gründe müssen dem Prüfungsamt unverzüglich
schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden. Bei Krankheit der Kandidatin oder des


Kandidaten ist ein ärztliches, auf Verlangen ein amtsärztliches Attest vorzulegen. Über die
Fortsetzung der Prüfung entscheidet die oder der Vorsitzende der Prüfungskommission.

 

(3) Werden die Gründe von der oder dem Vorsitzenden der Prüfungskommission anerkannt,
so kann die Kandidatin oder der Kandidat die Prüfung zum nächstmöglichen Termin
fortsetzen, bzw. zur Prüfung antreten. Die bereits vorliegenden Prüfungsleistungen sind
anzurechnen.

 

(4) Die Prüfung gilt als nicht bestanden, wenn die Kandidatin oder der Kandidat einen
Prüfungstermin ohne triftige Gründe versäumt oder wenn sie oder er nach Beginn der
Prüfung ohne triftige Gründe von der Prüfung zurücktritt. Dasselbe gilt, wenn eine schriftliche
Prüfungsleistung nicht innerhalb der vorgegebenen Bearbeitungszeit erbracht wird.

 

 

§ 14 Täuschung, Ordnungsverstöße

 

(1) Besteht der Verdacht eines Täuschungsversuchs, so fertigt die jeweilige Gutachterin

oder der jeweilige Gutachter oder die jeweilige Prüferin oder der jeweilige Prüfer oder

die Aufsichtskraft über das Vorkommnis einen Vermerk an, der nach Abschluss der
Prüfungsleistung unverzüglich dem Prüfungsamt vorgelegt wird. Die Entscheidung darüber,
ob ein Täuschungsversuch vorliegt trifft die oder der Vorsitzende der Prüfungskommission
nach Anhörung der Kandidatin oder des Kandidaten. Liegt ein Täuschungsversuch vor,
entscheidet das Prüfungsamt, ob die Kandidatin oder der Kandidat das Prüfungsverfahren
fortsetzen kann oder vom Prüfungsverfahren ausgeschlossen wird.

 

(2) Eine Kandidatin oder ein Kandidat, die oder der den ordnungsgemäßen Ablauf der

Prüfung stört, kann von der jeweiligen Prüferin oder dem jeweiligen Prüfer oder der
Aufsichtskraft von der Fortsetzung der betreffenden Prüfung ausgeschlossen werden.

In diesem Fall wird diese Prüfungsleistung mit 0 Punkten (nicht ausreichend) bewertet.

 

(3) Die Kandidatin oder der Kandidat kann innerhalb einer Frist von einem Monat verlangen,

dass die Feststellungen und Entscheidungen nach Absätzen 1 und 2 vom

Prüfungsamt überprüft werden.

 

(4) Belastende Entscheidungen sind der Kandidatin oder dem Kandidaten unverzüglich
schriftlich mitzuteilen, zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung nach § 20 zu
versehen.

 

(5) Wird der Täuschungsversuch erst nach Abschluss der Prüfung bekannt, kann die oder
der Vorsitzende des Prüfungsamtes innerhalb von zwei Jahren seit dem Tag der letzten
mündlichen Prüfung das Prüfungsergebnis entsprechend berichtigen oder die Prüfung für
nicht bestanden erklären. Das unrichtige Prüfungszeugnis ist einzuziehen.

 

 

 

 

 

 

§ 15 Zeugnis

 

(1) Über das Bestehen der Ersten Theologischen Prüfung wird ein Zeugnis ausgestellt, das
die Gesamtnote, eine Dezimalnote und eine Übersicht über die einzelnen
Prüfungsleistungen enthält.

 

(2) Wer die Prüfung nicht bestanden hat, erhält darüber einen mit Rechtsbehelfsbelehrung


(§ 20) versehenen Bescheid.

 

 

§ 16 Nachmagistrierung

 

Der Inhaberin oder dem Inhaber des Zeugnisses über das Bestehen der Ersten
Theologischen Prüfung kann von den gemäß § 6 Absatz 2 anerkannten Fachbereichen und
Hochschulen, in der Regel aber von der Fakultät, bei der sie oder er zuletzt immatrikuliert
war, der akademische Grad einer Magistra Theologiae oder eines Magister Theologiae
nachträglich verliehen werden.

 

 

§ 17 Freiversuch

 

(1) Eine erstmals nicht bestandene Prüfung gilt als nicht unternommen, wenn sie innerhalb
der Regelstudienzeit (§ 3 Absatz 1) abgelegt worden ist (Freiversuch).

 

(2) Eine im Freiversuch bestandene Prüfung kann einmal zur Notenverbesserung zum
jeweils nächsten Prüfungstermin wiederholt werden. Wird eine Notenverbesserung nicht
erreicht, bleibt die im ersten Prüfungsversuch erzielte Note gültig.

 

 

§ 18 Wiederholung

 

(1) Wird die Prüfung nicht bestanden, kann sie auf Antrag der Kandidatin oder des
Kandidaten einmal wiederholt werden. Die oder der Vorsitzende des Prüfungsamtes kann in
besonders begründeten Ausnahmefällen eine zweite Wiederholung zulassen.

 

(2) Auf Antrag der Kandidatin oder des Kandidaten wird eine mit mindestens „ausreichend“
(5 Punkte) bewertete Prüfungsleistung in der Wissenschaftlichen Hausarbeit übernommen.

 

(3) An einer Evangelisch-Theologischen Fakultät oder in anderen Gliedkirchen der EKD nicht
bestandene Abschlussprüfungen sind anzurechnen, sofern diese der Rahmenordnung für
die Erste Theologische Prüfung / die Prüfung zum Magister Theologiae in Evangelischer
Theologie vom 3. Dezember 2010 (ABL. EKD 2011 S. 37) entsprechen.

 

 

§ 19 Einsicht in die Prüfungsakten

 

Die Kandidatin oder der Kandidat kann innerhalb eines Zeitraumes von sechs Monaten nach
Abschluss des Prüfungsverfahrens ihre oder seine Prüfungsakten persönlich einsehen. Das
Recht zur Einsichtnahme im Rechtsbehelfsverfahren und im gerichtlichen Verfahren bleibt
unberührt.

 

 

 

 

§ 20 Beschwerde gegen das Prüfungsergebnis

 

(1) Gegen das Ergebnis der Prüfung kann die Kandidatin oder der Kandidat Beschwerde
einlegen. Die Beschwerde kann nur darauf gestützt werden, dass das Prüfungsverfahren
nicht ordnungsgemäß durchgeführt worden ist oder dass gesetzliche Bestimmungen verletzt
worden sind.

 


(2) Die Beschwerde ist innerhalb einer Woche nach Bekanntgabe des Ergebnisses der
Prüfung schriftlich bei dem oder der Vorsitzenden des Prüfungsamtes einzulegen. Dieser
oder diese holt die Stellungnahme der Prüfungskommission ein. Hilft sie der Beschwerde
nicht ab, so ist die Beschwerde an den Beschwerdeausschuss weiterzuleiten.

 

(3) Der Beschwerdeausschuss wird vom Rat der Landeskirche berufen. Er besteht aus
einem juristischen Mitglied des Landeskirchenamtes als Vorsitzender oder Vorsitzendem,
dazu zwei weiteren Mitgliedern des Landeskirchenamtes, von denen eines eine Theologin
oder ein Theologe sein muss, einer Vikarin oder einem Vikar und einer Studentin oder einem
Studenten der Theologie aus dem Bereich der Evangelischen Kirche von Kurhessen-
Waldeck. Mitglieder des Rates der Landeskirche und des Prüfungsamtes dürfen dem
Beschwerdeausschuss nicht angehören. Für jedes Mitglied des Beschwerdeausschusses ist
eine Vertreterin oder ein Vertreter zu bestimmen. Die Berufung erfolgt in der Regel für einen
Zeitraum von jeweils drei Jahren. Das Nähere regelt eine besondere Verordnung des Rates
der Landeskirche.

 

(4) Gegen die Entscheidung des Beschwerdeausschusses können die Kandidatin oder der
Kandidat und die oder der Vorsitzende des Prüfungsamtes die Entscheidung des Rates der
Landeskirche innerhalb einer Frist von einem Monat nach Zustellung der Entscheidung des
Beschwerdeausschusses beantragen. Dieser entscheidet endgültig.

 

(5) Solange über die Beschwerde nicht endgültig entschieden worden ist, gilt die Erste
Theologische Prüfung als nicht abgeschlossen.

 

(6) Die Prüfung ist in dem Umfang zu wiederholen, in dem der Beschwerde stattgegeben
wurde. Die oder der Vorsitzende des Prüfungsamtes kann einen andere Prüferin oder einen
anderen Prüfer beauftragen. Von der Wiederholung ist abzusehen, wenn das Ergebnis der
Prüfung ohne die Beurteilung von Prüfungsleistungen festgestellt werden kann.

 

 

§ 21 Übergangsbestimmungen

 

(1) Dieses Kirchengesetz gilt für alle Studierenden, die ab dem Wintersemester 2014/15 ihr
Studium aufgenommen haben.

 

(2) Für die Studierenden, die ihr Studium vor dem Wintersemester 2014/15 aufgenommen
haben, findet die Verordnung über die Theologische Prüfung in der Fassung der
Bekanntmachung vom 5. Dezember 2003 Anwendung. Bei der Meldung können sie
beantragen, nach der neuen Ordnung geprüft zu werden.

 

 


 

§ 22 Inkrafttreten, Außerkrafttreten

 

Dieses Kirchengesetz tritt am 01.07.2014 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung über die
Erste Theologische Prüfung in der Fassung der Bekanntmachung vom 5. Dezember 2003
(KABL. 2003, S. 191), außer Kraft.